Wissensbereich - Apfel-Pektin

Was macht (Apfel-) Pektin in der Marmelade?

Zur Herstellung einer streichfähigen Marmelade bedarf es eines Hilfsmittels: Soll der fruchtige Aufstrich nicht vom Brot fließen, muss er gelieren. Die nötige Festigkeit kann durch verschiedene Techniken und Zusatzstoffe erreicht werden. Meist sind dies sogenannte Pektine 

 

Vorkommen von Pektin

Apfelpektin als natürliches Gerliermittel

Als natürliche Kittsubstanz kommt das zur Gruppe der Ballaststoffe zählende Pektin in den Zellwänden fast aller Landpflanzen vor. Hier ist es nicht nur für die Regulierung des Wasserhaushalts verantwortlich, sondern auch für die Festigung des Fleisches. Der Pektingehalt der Pflanzen ist verschieden: Während Kirschen, Bananen, Weintrauben und Erdbeeren als weichfleischige Früchte nur wenig Pektin enthalten, sind Zitrusfrüchte, Schwarze Johannisbeeren, Quitten und Äpfel als pektinreiche Früchte bekannt. Aus den jeweiligen Rohstoffen kann Pektin - zusammen mit anderen löslichen Substanzen - mithilfe von heißem Wasser gewonnen werden. Von diesen wird es jedoch im nächsten Schritt getrennt. Typischerweise wird Pektin für die Produktion von Süßwaren, Speiseeis, Desserts und Soßen verwendet. Darüber hinaus ist der empfindliche Zusatzstoff auch in Gelierzucker zu finden.

 

Apfel-Pektin als natürliches Geliermittel

Der Pektingehalt der verwendeten Früchte spielt eine wichtige Rolle bei der Zubereitung von Marmelade. Je höher dieser ist, desto besser geliert der Aufstrich auch ohne Hilfe. Werden nun aber pektinarme Rohstoffe verarbeitet, ist der Zusatz eines Geliermittels erforderlich, welches dem Fruchtmus die gewünschte Konsistenz und Festigkeit verleiht. Die Verwendung des natürlichen Zusatzstoffes Pektin hat einen wesentlichen Vorteil: Mit seiner Unterstützung lassen sich intensiv schmeckende Marmeladen produzieren, die nur wenig Zucker enthalten. Als Süßungsmittel kann dabei auch Roh-Rohrzucker eingesetzt werden. Volle Gelierkraft entfaltet das Pektin oftmals erst, wenn ein bestimmter Grad an Säure vorhanden ist. Dieser kann durch die Zugabe von Zitronensaft oder Zitronensäure erreicht werden. Im Rahmen der Herstellung unserer Aufstriche setzen wir auf das pflanzliche Geliermittel Apfelpektin: Es wird aus den Schalen der Früchte gewonnen und zeichnet sich durch seine hohe Bindefähigkeit aus. Damit macht es uns die Fertigung von Zubereitungen mit einen Fruchtanteil von bis zu 66 Prozent möglich. Auf den Zusatz von künstlichen Aromen oder Geschmacksverstärkern können wir getrost verzichten.